Photovoltaik-Thermie-PVT

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Was ist PVT – und warum reden plötzlich alle darüber?
PVT steht für Photovoltaik-Thermie – und klingt erstmal wie ein typisches Technik-Kürzel, bei dem man innerlich schon abschaltet. Dabei steckt dahinter eine ziemlich clevere Idee: Warum sollte man sich zwischen Strom oder Wärme entscheiden, wenn man beides gleichzeitig vom Dach holen kann?
Genau das machen PVT-Anlagen. Sie kombinieren klassische Solarmodule (für Strom) mit thermischen Kollektoren (für Wärme). Während oben Sonnenlicht in Elektrizität umgewandelt wird, nutzt das System die entstehende Abwärme darunter, um Wasser zu erhitzen. Doppelter Nutzen, gleiche Fläche – ziemlich effizient.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Gerade bei begrenztem Platz, etwa bei enger Bebauung wie bei Reihenhäusern, kann man so mehr aus dem Dach rausholen. Vorzüge ergeben sich insbesondere aus der Verzicht eines Außengeräts (innen aufgestellte Propan-Sole-Wärmepumpe möglich), wodurch Geräusche im Außenbereich vermieden werden können sowie noch effizienter arbeitende PV-Module, wenn sie gekühlt werden – was durch den Wärmetauscher im PVT-System passiert. Win-win also.
Natürlich gibt’s auch ein paar Haken. PVT-Anlagen sind teurer als einfache PV-Systeme und etwas komplexer in der Installation. Man braucht ein gutes Gesamtkonzept, zum Beispiel in Kombination mit einer Wärmepumpe oder einem passenden Speichersystem (Gesamtenergielösung). Einfach „draufklatschen und läuft“ ist hier eher nicht drin.
Trotzdem: In Zeiten steigender Energiepreise und wachsendem Interesse an Unabhängigkeit wird PVT immer spannender. Es ist vielleicht nicht die Lösung für alle – aber definitiv eine, die man im Blick behalten sollte.

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